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Worum geht's?

Informationen zum Krankenhaus

Aktuelle Situation

Aktuell ist das Krankenhaus die einzige funktionierende medizinische Anlaufstelle in der Provinz Wardak im Distrikt Chak, ca. 65 km südwestlich von Kabul gelegen.

Die Provinz befindet sich ganz in den Händen der Taliban und zusätzlich errichtete medizinische Ambulanzen mussten auf Anordnung der Taliban geschlossen werden. Darüber hinaus dürfen Impfungen nur noch auf dem Krankenhausgelände durchgeführt werden und nicht mehr in den benachbarten Dörfern. Es sind teilweise Schäden am Krankenhaus durch Luftangriffe entstanden und die akuten Gefechte stellen auch eine besondere Bedrohung für das Personal und die Patienten dar.

Durch die Pandemie sind viele Spenden 2020 und 2021 weggefallen. Dennoch war es möglich, den Betrieb des Krankenhauses fortzusetzen.

Krankenhaus in Chak-e-Wardak

Zahlen und Fakten zur allgemeinen Gesundheitssituation

  • die Lebenserwartung bei Geburt in Afghanistan liegt bei nur 44 Jahren
  • jede zehnte Frau stirbt schwangerschaftsbedingt
  • Afghanistan zählt zu den Ländern mit der höchsten Säuglingssterblichkeit
  • 16 von 100 Kindern sterben im 1. Lebensjahr (im Vgl. Deutschland: 3 von 1000)

Krankenhaus / Ausstattung 

  • pro Jahr werden mehr als 100.000 Menschen behandelt, ca. 75 % sind Frauen und Kinder
  • 60 Betten (40 für Frauen und Kinder und 20 für Männer)
  • Täglich geöffnet, Notfallversorgung rund um die Uhr
  • es werden ca. 80.000 Impfungen pro Jahr verabreicht

Krankenhaus in Chak-e-Wardak

Patienten und Patientinnen

Vor Allem für die arme Landbevölkerung ist das Krankenhaus eine große Hilfe, da die Behandlung fast kostenlos ist (im Gegensatz zu privaten Arztpraxen in den Städten). Erkrankungen, die behandelt werden, umfassen ein breites Spektrum sowohl chirurgischer als auch internistischer Diagnosen sowie der Geburtshilfe und Kinderheilkunde. Zudem werden Infektionserkrankungen (z.B. Typhus, Malaria, Tuberkulose), aber auch Verletzungen (durch Kriegsfolgen / Minen), rheumatische Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen behandelt. Nicht zu vergessen stellt die Versorgung von Frauen mit Risikoschwangerschaften eine besondere Hilfe dar, die ansonsten häufig lebensbedrohlich verlaufen können.

Personal

Insgesamt sind fast 70 Mitarbeiter/innen in Chak-e-Wardak tätig. Dabei umfasst das ärztliche Personal mehrere Internisten, einen Chirurgen, einen Orthopäden, eine Gynäkologin und eine Zahnärztin. Zusätzlich ist weiteres medizinisches Personal vertreten: Hebammen, Krankenschwestern und -pfleger, Impf- und Röntgenfachkräfte, medizinische Hilfskräfte, Gesundheitserzieher, Pharmazeuten und Laboranten. Zuletzt wird auch allgemeines Personal wie Bäcker, Köche, Reinigungskräfte, Fahrer, Wächter und Verwaltungskräfte sowie eine Lehrerin zur Unterrichtung der Mitarbeiterkinder benötigt.

Trotz aller Schwierigkeiten funktioniert das Chak-e-Wardak Hospital weiterhin gut. Es ist personell und von der Ausstattung her, in einem für afghanische Verhältnisse mehr als nur zufriedenstellenden Zustand. Vor allem bei der armen Landbevölkerung ist die humanitäre Hilfe ein wahrer Segen.

Krankenhaus in Chak-e-Wardak

Die Wirkung Ihrer Spende

Das Krankenhaus wurde 1989 unter minimalen Umständen gegründet. Alles startete in einem alten Wasserkraftwerk in der nähe des heutigen Komplexes. Dort behandelten einige freiwillige Ärzte Patienten, die durch den Krieg verletzt wurden oder andere Beschwerden aufwiesen. Vorhanden war nur das allernötigste und medizinische Versorgung sicher an das Kraftwerk zu bringen, war aufgrund der politischen Situation sehr schwer.

Frau Schefter bemühte sich, in ganz Deutschland so viele Spenden wie nur möglich zu sammeln, um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten und die Lebensumstände zu verbessern. 1993 übernahm sie die Leitung. Es entstand ein großer Komplex, wo jährlich über 100.000 Patienten behandelt werden.

Möglich war dies nur durch das „Komitee zur Förderung medizinischer und humanitärer Hilfe in Afghanistan e.V.“. Das Komitee sammelt Spenden in ganz Deutschland, unteranderem auch die des Gymnasium Oberhachings. Durch dieses Geld konnte das Krankenhaus vergrößert, verbessert und mit medizinischen Gütern versorgt werden.

Gründungsjahre:

•    Wenige Menschen wussten von dem Krankenhaus
•    Keine Kapazitäten für medizinische Schulung oder Schulbildung der Bevölkerung
•    Freiwilliges, kleines Personal
•    Wenig bis fast keine Infrastruktur
•    Operationen und Betten in einem Wasserkraftwerk
 

Jetzt:

•    Menschen kommen aus dem ganzen Land, um komplett kostenlose medizinische Versorgung zu erhalten
•    Medizinische Schulung der Verwandten und der Patienten ist Pflicht vor jeder Behandlung
•    Errichtung einer Schule (Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen)
•    75 bezahlte Angestellte, davon die Hälfte medizinisches-, die andere Hälfte allgemeines Personal
•    Sauberes Wasser, Strom und Heizung, Kommunikationsinfrastruktur
•    Krankenhauskomplex mit vielen verschiedenen Gebäuden
•    Unterschiedliche Fachabteilungen zur ambulanten Versorgung
 

Seit Beginn bietet das Hospital seinen Patienten vollkommen kostenlose Behandlungen an. Familienangehörige, die mitgereist sind, helfen oft bei Verschiedensten Sachen, wie zum Beispiel LKWs ausladen, Öl zum Verbrennungsmotor zu schaffen oder die Wäsche zu waschen. 
Dank Spenden wurde es möglich, mehr als einer Millionen Menschen medizinische Hilfe zu bieten und so wurden unzählige Leben gerettet.
Spenden Sie jetzt, um den Menschen in Afghanistan ein besseres Leben zu bescheren, denn Gesundheit ist das Wichtigste im Leben.

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Bedeutung und Wert von Spenden

Wie viel ist ein Afghani wert

Seit dem Bau des Krankenhauses im Jahre 1989 wurden dank dem Mitwirken des Gymnasiums Oberhaching und anderen unterstützenden Organisationen große Fortschritte erreicht. Anfangsdiente ein altes Wasserkraftwerk zur Behandlung der Patienten. Dieses war minimalistisch eingerichtet und hatte nur das allernötigste Equipment.

Durch die gesammelten Spenden wurde ein kleiner Gebäudekomplex errichtet, der in den vergangenen Jahren ausgebaut wurde. Heue arbeiten dort Zahnärzte, Chirurgen, Impf-und Röntgenfachkräfte und noch viele weitere. Insgesamt verfügt das Krankenhaus über ein 70-köpfiges Personal.

Die verschieden spezialisierten Räume werden meist von mehreren Fachgebieten genutzt. Erst kürzlich wurde eine Schule errichtet. Da der Großteil der afghanischen Bevölkerung Analphabeten ist, wird in der neuerbauten Schule den Kindern, aber auch den Erwachsenen, die Möglichkeit geboten Lesen und Schreiben zu erlernen.